Projekt EVITA: Vertrauenswürdige Autos-Schutz für Steuereinheiten und Kommunikation

Fahrzeuge werden sich in Zukunft gegenseitig vor Gefahren warnen, indem sie per Funk Informationen austauschen. Grundlage für eine solche Verständigung sind sichere Fahrzeugsysteme, die echte von gefälschten Informationen unterscheiden können. Entsprechende Hard- und Softwarekomponenten entwickeln IT-Sicherheitsexperten gemeinsam mit der Automobilindustrie im EU-Forschungsprojekt EVITA. Ziel des Projekts ist ein System, das sowohl die sicherheitsrelevanten Komponenten im Fahrzeug, als auch die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Steuereinheiten vor Manipulation schützt. Ohne einen solchen Schutz können beispielsweise gefälschte Informationen oder Bauteile in Umlauf gebracht werden. Damit die gesamte Automobilbranche von den Ergebnissen profitiert, werden die Spezifikationen später veröffentlicht.

Kryptografische Verfahren und geheime Schlüssel sollen Steuergeräte und Steuersoftware vor Diebstahl, Manipulation und unerlaubtem Klonen schützen. Gleichzeitig muß das Sicherheitssystem auch Integrität und Authenzität von Fahrzeuginformationen gewährleisten. Die Grundlage für diese Sicherheit bildet eine Hardwareeinheit. Es handelt sich dabei um einen manipulationssicheren Chip, der die Unverfälschtheit des Systems garantiert.

Die EU fördert das dreijährige Projekt mit 3.8 Mio. Euro, weitere Kosten tragen die Projektpartner. Ziel ist ein Prototyp, der für weitergehende Tests und Verfeinerungen genutzt werden kann. Mit einem Einsatz der Systeme auf öffentlichen Straßen ist ab 2014 zu rechnen.

escrypt wird in diesem Projekt einen wesentlichen Teil zur Absicherung des internen Fahrzeugnetzwerkes leisten. escrypt ist unter anderem verantwortlich für den Entwurf und die Umsetzung der sicheren Hardwareeinheit, sowie der Realisierung des zugehörigen Demonstrators. Darüberhinaus beteiligt sich escrypt an der Ausarbeitung der Sicherheitsarchitektur und der notwendigen Sicherheitssoftware.

Außerdem sind an EVITA beteiligt: BMW Forschung und Technik GmbH, Continental Teves AG & Co. OHG, EURECOM, Fraunhofer SIT, Fraunhofer ISI, Fujitsu Services AB, Infineon Technologies AG, Institut TELECOM/ParisTech, MIRA Ltd., Robert Bosch GmbH, TRIALOG und Universität Leuven.

Weitere Informationen zu dem EVITA-Projekt sind unter folgender Webseite abrufbar.

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