Martin Emele at the European Parliament

EU-Gesetzgebung zu Cyber Security: Martin Emele fordert holistischen, dynamischen Ansatz

Die europäische Kommission plant neue IT-Sicherheits-Regularien in Form eines „Cybersecurity Act“. Per Zertifizierung sollen Hersteller in Zukunft bezeugen, dass ihre Produkte und Services durch angemessene Schutzmechanismen gegen Cyberattacken abgesichert sind. Vor diesem Hintergrund nahm Martin Emele, der als Vice President Marketing and Business Strategy Cyber Security im politischen Umfeld die Interessen von ETAS und ESCRYPT wahrnimmt, im Januar an einer Dinner Debate des Europäischen Parlaments in Brüssel teil.

In seinem Redebeitrag betonte Emele, dass – speziell im Hinblick auf die Automobilindustrie – eine höhere Konnektivität auch höhere Verantwortung seitens der Hersteller mit sich bringt. Cyber Security braucht hier besondere Aufmerksamkeit, um Vertrauen herzustellen und die Akzeptanz von IoT-Produkte zu stärken. Die Bosch-Gruppe begrüße daher einen „Cybersecurity Act“ der Europäischen Kommission als wichtigen ersten Schritt hin zu mehr IT-Sicherheit in einer zunehmend vernetzten Welt. Doch Martin Emele sah auch Raum für Verbesserungen. So forderte er beispielsweise einen holistischen, dynamischen Security-Ansatz statt zementierter Zertifizierungsregularien. Denn am Ende ginge es nicht nur darum, ein Produkt zu schützen. Es sei ebenso wichtig, Bedrohungen zu identifizieren und ihnen angemessen zu begegnen. Oder besser noch: Angriffe vorausschauend zu prognostizieren und zu verhindern.

Darüber hinaus, so Emele, sollte der „Cybersecurity Act“ nur der erste Schritt dahingehend sein, das Bewusstsein für IT-Security auf freiwilliger Basis weiter zu schärfen. Im zweiten Schritt sind dann einheitliche Produktrichtlinien gefordert, die festschreiben, welche strategischen Vorgaben und Security-Anforderungen für bestimmte Produktfelder und -klassen zu erfüllen sind.

Neben Martin Emele steuerten auch Abgeordnete des Europäischen Parlamentes sowie weitere Industrievertreter, etwa von Siemens, ABB, GE Aviation und Schneider Electric spannende Redebeiträge zur Diskussion bei.

Martin Emeles Rede im Detail findet sich hier.

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